[#42030] Juristische Doktorarbeit (Beyerbach)

Citavi bietet unter dem Stil-Namen »Beyerbach« einen Zitationsstil für juristische Abschlussarbeiten auf Basis des folgenden Buchs an:
Beyerbach, Hannes: Die juristische Doktorarbeit. Ein Ratgeber für das gesamte Promotionsverfahren. München 2015.
 
Voraussetzung zur Nutzung: Citavi 5.
 
Inhalt

Grundsätzliches

  • Alle Nachweise erscheinen in den Fußnoten.
  • Ergänzen Sie die jeweils passende Interpunktion, d.i. am Ende einer Fußnote ein Punkt. 
  • Im Literaturverzeichnis erscheinen keine Gerichtsentscheidungen oder Beiträge aus Gesetzeskommentaren. 
  • Aktivieren Sie in Citavi die Kurzbeleg-Unterstützung, s. Handbuch. Verwenden Sie zur automatischen Erzeugung der Kurzbelege die Vorlage, die Sie hier herunterladen. Citavi erstellt dann für jeden Titel in Ihrem Projekt einen Vorschlag, den Sie bei Bedarf anpassen. 
  • Um Paragraphen und Randnummern gemeinsam zu verwenden, wählen Sie im Word Add-In als Seitenzahl-Typ Andere und geben Sie in das Feld für die Seitenzahlen, die Daten so ein, wie Sie sie in der Ausgabe erwarten, z.B. § 626 Rn. 307 
  • Citavi unterdrückt die Ausgabe einer Zitat-Seite, wenn diese identisch mit der ersten Seite des betreffenden Zeitschriftenaufsatzes ist; Beispiel: Risse/Reiser, NJW 2015, 2839 statt Risse/Reiser, NJW 2015, 2839, 2839 
  • Citavi unterdrückt die wiederholte Nennung des Gerichts, wenn Sie in einer Fußnote mehrere Urteile desselben Gerichts hintereinander zitieren.

Gerichtsentscheidungen

Soll eine Bezeichnung für das Urteil in der Fußnote genannt werden, muss sie in das Feld Kurzbeschreibung eingetragen werden. Insbesondere EuGH/EuG-Urteile werden immer mit einer Bezeichnung oder Namen zitiert. 
 

Art der Entscheidung

Tragen Sie ins Feld Art der Entscheidung ein, ob es sich um ein Urteil oder einen Beschluss handelt.
 

Parallelfundstellen

Citavi unterscheidet auf der Registerkarte Titel zwischen Fundstelle und Parallelfundstellen.
  • Die Fundstelle ist bei Citavi nichts anderes als die Zeitschrift oder die amtliche Sammlung, in der die Gerichtsentscheidung zu finden ist. Diese geben Sie zunächst mit ihrem vollen Titel ein, also etwa „Neue Juristische Wochenschrift“. Damit später nur die Abkürzung zitiert wird, rufen Sie über den Menübefehl Listen > Zeitschriften und Zeitungen die entsprechende Liste auf. Wählen Sie „Neue Juristische Wochenschrift“ per Doppelklick zur Bearbeitung aus und geben Sie die Abkürzung „NJW“ in das Feld Abkürzung 3 ein.
  • Das Feld Parallelfundstellen brauchen Sie nicht auszufüllen. 

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Gesetzeskommentare

Gesetzeskommentare werden entweder nach Personennamen oder nach Sachnamen zitiert und entsprechend im Literaturverzeichnis einsortiert.
 
Wird ein Gesetzeskommentar nach Personennamen zitiert, sind diese Fälle zu unterscheiden:
  • Verfasser sind solche, die den Kommentar allein verfassen oder weiterführen. Sie werden im Literaturverzeichnis nicht besonders bezeichnet.
    Wichtig: Erfassen Sie diese Art von Gesetzeskommentaren in Citavi als Monographie und – entgegen der Bezeichnung – nicht als Gesetzeskommentar.
    Beispiel: Fischer, Thomas, Strafgesetzbuch, Kommentar, 60. Auflage, München 2015 (zit. als Fischer).
  • Herausgeber geben den Kommentar heraus und bearbeiten ihn in der Regel auch gemeinsam mit anderen Bearbeitern. Sie werden im Literaturverzeichnis mit (Hrsg.) oder mit hrsg. v. bezeichnet. Der Name der Herausgeber wird im Feld Verfasser eingetragen.
    Beispiel: Dreier, Horst (Hrsg.), Grundgesetz Kommentar, Band I: Präambel, Artikel 1-19, Tübingen 2013 (zit. als Dreier-Bearbeiter).
Wird der Kommentar nach dem Sachnamen zitiert, gibt es in der Regel eine übliche Abkürzung für diesen Sachnamen. Die Abkürzung wird ins Feld Übl. Abkürzung aufgenommen.
Beispiel: Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Band 1, Allgemeiner Teil, §§ 1-240 - ProstG - AGG, 7. Aufl., hrsg. von Franz Jürgen Säcker, Roland Rixecker, München 2015 (zit. als MüKo-BGB-Bearbeiter).
 
 
 

Beiträge im Gesetzeskommentar

Neben dem Kommentar als Ganzen sind auch die einzelnen Beiträge der Bearbeiterinnen oder Bearbeiter zu erfassen. Citavi bietet hierfür den Dokumententyp Beitrag in Gesetzeskommentar an. Als Beitrag sollte hier nicht jeder einzelne Paragraph erfasst werden. Dadurch verringert sich der Erfassungsaufwand und die Suchzeit bei der Zitation. Der Nachteil besteht darin, dass Sie bei der Zitation jeweils das entsprechende Präfix für Paragraph und Randnummer nennen müssen, also z. B. § 134 Rn. 1, was wiederum dazu führt, dass man Präfixe später nicht automatisch ändern kann.
 

Gesetze und Verordnungen

Erfassen Sie Gesetze nicht in Citavi, sondern zitieren Sie diese direkt im Fliesstext.
 

Festschriften

Festschriften (Festgaben, Gedenkschriften, Gedächtnisschriften) erfassen Sie jeweils als Sammelwerk. Hier wird für die abgekürzte Zitierweise das gewünschte Kürzel (also bspw. FS für eine Festschrift) und der Name der geehrten Person in das Feld Titelzusätze eingetragen, also z. B. FS Schmidt. Den eigentlichen Beitrag aus der Festschrift erfassen Sie als Beitrag im Sammelwerk, s. Handbuch.
 

Monographien

Auch Monographien werden in der Regel verkürzt zitiert; d. h. es finden sich im Literaturverzeichnis die vollständigen bibliographischen Angaben und ein Hinweis darauf, wie der Titel in den Fußnoten zitiert wird. Dazu muss eine Abkürzung des Titels gepflegt werden. Dies geschieht über das Feld Kurzbeleg.